Projekt Amphibien-/Reptilienkartierung im Wurmtal, Broichbachtal und Amstelbachtal

 

In den genannten Bachtälern ist mit einer Vielzahl an Amphibien und Reptilien zu rechnen. Es gibt aber derzeit keinerlei Untersuchungen darüber. Wir möchten mit einem Kartierungsauftrag diese Wissenslücke schließen.

Die genannten Bachtäler weisen noch Reste an Strukturen auf, die für Amphibien und Reptilien wertvoll sind. Zusammen mit den Bahnlinien, die von den Tieren als Ausbreitungskorridor genutzt werden, bieten sie Schlingnattern, Ringelnattern, Blindschleichen, Wald-(Berg-)eidechsen, u.U. Kammmolch und diverse Kröten und Frösche gute Lebensmöglichkeiten. Sie wurden z.T. in der Vergangenheit auch schon dort nachgewiesen. Zunächst soll ein Überblick gewonnen werden, wo welche Tiere noch vorkommen. Aber dann geht es darum, an geeigneten Stellen Verbesserungen zu schaffen, die für diese Tiere (und damit auch für weitere Tiere) Verbesserungen schaffen.

Das wären z.B. das gezielte Anlegen von Teichen und Tümpeln, Totholzhaufen, Steinlesehaufen, Anpflanzen von Hecken, Extensivierung der Mahd auf (Obst-)Wiesen und dergleichen. Diese Maßnahmen kommen auch anderen Tieren zu Gute wie z.B. Schmetterlingen, Libellen, Bienen und Hummeln.

Darüber hinaus soll bei der Kartierung herausgefunden werden, inwieweit sich „Neophyten“ in den genannten Tälern ausbreiten. Pflanzen wie Kanadische Goldrute, Indisches Springkraut, Herkulesstaude sowie Sachalin- und Japanischer Knöterich drängen die heimische Flora konkurrenzlos zurück. Mit erheblichen negativen Folgen. Diese wollen wir reduzieren.

 

Für dieses Projekt werden wir einen Förderantrag an die Bezirksregierung stellen (sogenannte FöNa-Mittel), aber auch in erheblichem Umfang eigene Mittel sowie eigene ehrenamtliche Arbeit einbringen.

Die Ergebnisse dieser Arbeit werden öffentlich zugänglich gemacht:

  • Dem Landesamt für Naturschutz, Umweltschutz und Verbraucherschutz

  • Der Unteren Landschaftsbehörde

  • Der Biologischen Station in der Städteregion Aachen

Zunächst legen wir im Herbst 2014 an exponierten Stellen sogenannte Schlangenbretter aus. Das sind Schaltafeln, die einen schwarzen Längsstrich haben. Die sind wärmer als die Umgebung und bieten Reptilien (Schlingnattern, Ringelnattern, Berg-/Waldeidechse, Blindschleichen) die Möglichkeit zur „Thermoregulation“. Das gibt uns die Gelegenheit zum Nachweis.

 

Bitte lassen Sie die Schlangenbretter dort, wo sie sind. Sie stellen für die Tiere äußerst wertvolle Refugien dar. „Störungen“ sollten so gering wie nur irgend möglich bleiben.

Wer sich für das Projekt interessiert, wendet sich bitte an:

Franz-Josef Emundts, 02404/552898 oder 0177/6492802

Es werden gerne mit einem kundigen Führer Exkursionen angeboten.



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