Falken-Projekt in Würselen, Kirche St. Sebastian

02. Februar 2026 | Lebensräume

Seit 2018 monitoren der BUND Aachen Land, der NABU Aachen-Land und der AK Fledermausschutz Aachen, Düren, Euskirchen in einem Gemeinschaftsprojekt mit großzügiger Unterstützung durch die Kirchengemeinde St. Sebastian Würselen einen bekannten Falkenstandort am Kirchturm.

Turmfalke  (Ralf Hüsges / CC BY 2.0)

Langzeitmonitoring von Falken an der Kirche und Fledermäusen in der Kirche St. Sebastian Würselen: Seit 2018 monitoren der BUND Aachen Land, der NABU Aachen-Land und der AK Fledermausschutz Aachen, Düren, Euskirchen in einem Gemeinschaftsprojekt mit großzügiger Unterstützung durch die Kirchengemeinde St. Sebastian Würselen einen bekannten Falkenstandort am Kirchturm. 

Dazu wurde der altersschwache Kasten im Jahr 2020 mit Hilfe des Kastenbauspezialisten, Ulli Bergrath, durch einen neuen Kasten ersetzt. Dieser wurde mit moderner digitaler Überwachungstechnik ausgestattet, die eine durchgängige Erfassung des Besatzes jedes Jahr über die ganze Saison ermöglicht. Unter Federführung von Michael Soika vom BUND Aachen Land wird die Anlage regelmäßig auf Funktionsfähigkeit geprüft und der Kasten mit Helfern nach der Brutsaison gereinigt, d.h. das Substrat gesiebt oder erneuert. 

Finanziert wurde das Projekt vom BUND Aachen Land. Die Technik betreute Holger Körber vom AK Fledermausschutz Aachen, Düren, Euskirchen. Die mühsame Sichtung und Aufarbeitung der Videos verdanken wir Alf Halsband (AK Fledermausschutz Aachen, Düren, Euskirchen), ebenso wie den gelungenen Zusammenschnitt aller erfolgreichen Bruten mit ihren besonderen Momenten und der Filmaufnahmen, die zeigen, welche Arbeiten an einem solchen Falkenkasten notwendig sind. Der Falkenkasten wurde so angebracht, dass der Falke keinen Zutritt in den Turm hat. Das parallel geführte Fledermausmonitoring im Kirchenschiffinnenraum ergab in den letzten sechs Jahren nur sporadische Nutzung durch die Fledermausarten, Großes Mausohr und Zwergfledermaus. Die Realisierung von weiteren Fledermausverstecken (z.B. Fledermausbretter) und neue Ein- und Ausflugmöglichkeiten außerhalb des Sichtbereichs des Falken, könnte den Lebensraum im Kirchendach für Fledermäuse deutlich verbessern.

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